Pap III oder IIID-Befund beim Frauenarzt – Was bedeutet das?

Das Positive: Obwohl der Anruf der Frauenarztpraxis dringend klang, Krebs habe ich nicht. Das war die erste und wichtigste Botschaft meiner Ärztin. Dass der Abstrich, der bei der Krebsvorsorge gemacht wird, Pap-Test heißt, habe ich auch verstanden. Doch dann wurde es echt kompliziert: Die Ergebnisse werden mit Zahlen benannt und bei mir war es ein Pap III und ich erinnere mich, die Ärztin meinte, ein Pap IIID. Aber was genau heißt das? 

Solche Gedanken kennen sicher viele Frauen, die beim Gespräch mit der Frauenärztin oder dem Frauenarzt erfahren haben, dass ihr Abstrich auffällig war. Deshalb habe ich noch mal bei der Frauenärztin nachgefragt:

Unklare Befunde – Gibt es da Unterschiede?
Als unklar gilt der Befund eigentlich nur bei dem Ergebnis Pap III: Die Zellen sind verändert, aber die Ursachen müssen weiter untersucht werden. Daher sollte innerhalb der nächsten drei Monate eine Scheidenspiegelung (Kolposkopie) gemacht werden. Bei einem Pap IIID-Befund sind die Zellen eindeutig verändert. Mediziner sprechen auch von einer Dysplasie, daher das D.1

Je nach Grad der Veränderung unterscheidet man nochmal zwischen Pap IIID1 und Pap IIID2. Das weitere Vorgehen ist im Rahmen der Krebsvorsorge geregelt und entscheidet zudem die Ärztin oder der Arzt. Dabei wird die Einstufung des Testergebnisses, das Alter der Patientin und das Ergebnis des HPV-Tests berücksichtigt.

Der Test auf das humane Papillomvirus (HPV) gehört seit 2020 alle drei Jahre zur Krebsvorsorge für Frauen ab 35 Jahre. Mit dem HPV-Test wird festgestellt, ob am Gebärmutterhals eine Infektion mit diesem Virus vorliegt, von dem es viele verschiedene Typen gibt. Ein Gebärmutterhalskrebs kann fast immer auf sogenannte Hochrisiko-Typen von HPV zurückgeführt werden. Dabei ist eine Infektion mit HPV nicht gleichbedeutend mit einer Krebserkrankung, ca. 80% der Infektionen sind nach 2 Jahren nicht mehr nachweisbar. Setzt sich das Virus jedoch über Jahre im Gebärmutterhals fest, können Krebsvorstufen und Krebs entstehen.2

Alter und Befund bestimmen das Vorgehen
Bei mir hat die Ärztin empfohlen, ein halbes oder ganzes Jahr abzuwarten und dann eine Kontrolluntersuchung zu machen, da mein Ergebnis Pap IIID1 lautet und ich 28 Jahre alt bin. Während der Wartezeit bis zur Kontrolle erfolgt keine Behandlung. 
Meine Freundin Nicole hatte vor einiger Zeit ebenfalls ein Pap IIID1-Ergebnis. Da sie über 35 Jahre ist und auch der HPV-Test positiv war, hat ihr Frauenarzt zu einer Scheidenspiegelung innerhalb von drei Monaten geraten. Mehr Details habe ich für euch in der Tabelle zusammengestellt.

 

Vorgehen bei einem Pap IIID-Befund:

Einfach nur abwarten bis zur nächsten Untersuchung?
Auf die Frage, ob wir nicht gleich was tun müssen, hat mir die Ärztin erklärt, dass sich Gebärmutterhalskrebs sehr langsam entwickelt. Oft verschwinden vor allem bei Frauen bis 30 Jahre die Zellveränderungen an der Schleimhaut des Gebärmutterhalses sogar von allein wieder – ganz ohne Behandlung. Das klingt nicht schlecht, ich würde aber lieber aktiv etwas tun. Das ist mit einem Vaginalgel mit Siliziumdioxid, Natriumselenit und Zitronensäure möglich, welches mir meine Ärztin auf einem Privatrezept verschrieben hat. Das Siliziumoxid im Gel bindet Krankheitserreger und hemmt ihre Verbreitung, Natriumselenit und Zitronensäure fördern den antioxidativen Schutz. Eine Studie hat gezeigt, dass die Anwendung von DeflaGyn® Zellveränderungen positiv beeinflussen und somit zu verbesserten Befunden bei der Krebsvorsorge beitragen kann.3

Quellen:

1 https://www.krebsinformationsdienst.de
/tumorarten/gebaermutterhalskrebs/vorstufen.php
2 Gemeinsamer Bundesausschuss: Gebärmutterhalskrebsfrüherkennung, Angebot der gesetzlichen Krankenversicherung. Versicherteninformation für Frauen ab 35 Jahren.
3 Mueller A., Sailer M., Regidor P. A. Treatment with an intravaginal gel containing siliceous dioxide, selenite, and citric acid to promote regression of ASC-US-, LSIL, ASC-H, HSIL, p16/Ki61 status, and
improve clearance of hr-HPV in cervical specimens. IJMDAT 2020; 3: e270, DOI:10.32113/ijmdat_202010_270